Ausbildungsverbund
der Wirtschaftsregion
Braunschweig/Magdeburg e.V.

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Quelle: ABV

Professor Puhle: „Hauptrisiko für die Wirtschaft bleibt Fachkräftemangel“

Das Thema „Fachkräftesicherung“ ist nach wie vor in aller Munde. Die Geschäftsleiterin Christiane Horn vom Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e.V. (ABV) moderierte das informative und spannende Ausbilderforum, das unter dem Motto „Fabelhafte Azubis und wo sie zu finden sind“ stand. Der Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e. V., die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben e. V. sowie das Wirtschaftsdezernat der Landeshauptstadt Magdeburg waren die Veranstalter. Der Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e. V. ist ein Verein, der seit vielen Jahren Jugendliche in die duale Ausbildung integriert und verschiedene Unterstützungsangebote offeriert.

Der Geschäftsführer Klaus Rzejak machte in seiner Begrüßung deutlich, dass die Integration von Benachteiligten ein Schwerpunkt auch von ARBEIT UND LEBEN darstellt. „Für uns beginnt die Bildung in der KITA, wo die Weichen für die Perspektiven junger Menschen gestellt werden“, formulierte er die Philosophie von ARBEIT UND LEBEN.

Peter Martini, Leiter des Kreisverbandes der Landeshauptstadt Magdeburg des BVMW, hatte gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Ausbildungsverbundes der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e.V. Christiane Horn, sowie dem Geschäftsführer des ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e.V. und eingeladen, um den Teilnehmern ein interessantes Programm zu bieten.

Prof. Dr. Matthias Puhle, Beigeordneter Dezernat Kultur, Schule und Sport der Stadt Magdeburg sprach ein Grußwort zu den Gästen. „Es ist noch keine 10 Jahre her, dass wir über zu wenig Ausbildungsplätze in Magdeburg geklagt haben, doch heute hat sich alles umgekehrt“, brachte er die veränderte Lage am Ausbildungsmarkt auf den Punkt. Puhle informierte über die Lage der Wirtschaft in der Landeshauptstadt, in der 106.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in etwa 14.000 Unternehmen beschäftigt werden. “Das Hauptrisiko bleibt der Fachkräftemangel“ beschrieb er die Problemlage der Unternehmen, die bereits bei der Gewinnung von Azubis eine Rolle spielt. Trotzdem zeigte er aber auch Lösungsansätze auf. So zum Beispiel verwies er auf eine Datenbank, die zwischen Stellenanbietern und Bewerbern vermittelt (www.ausbildung-magdeburg.de). Er verwies auf Projekte wie „MOBI-KiG“, „KreSI“ und die Initiative „Gründerstadt Magdeburg“.

Quelle: ABV Quelle: ABV Quelle: ABV Quelle: ABV Quelle: ABV

Anschließend starteten die Teilnehmer/innen des Forums in drei parallel stattfindende Workshops zu folgenden Themen:

WS 1: Jugendliche mit Startschwierigkeiten und trotzdem Ausbildungsplätze passgenau besetzen

Frau Franziska Pethke, Handwerkskammer Magdeburg und Frau Sabine Will, Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/ Magdeburg e. V. gestalteten diesen Workshop. Junge Menschen gehen heute nicht immer direkte Wege. Sie brauchen Zeit sich über ihre berufliche Zukunft im Klaren zu sein. Sie haben aber auch individuelle Probleme, die sie nicht selbst lösen können und benötigen die Unterstützung ihrer Ausbilder/innen oder die professionelle Hilfe anderer. Von der Gewinnung solcher Jugendlichen bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss gibt es Unterstützung. Man muss sie nur kennen und nutzen.

So wurde das Projekt KreSI – Koordinierung regionaler Strukturen zur Integration von Jugendlichen in betriebliche Ausbildung für Unternehmen; und dessen „Wegweiser zur Dualen Ausbildung“ sowie das Projekt „Passgenaue Besetzung“ der Handwerkskammer Magdeburg vorgestellt. Die Teilnehmer/innen in diesem Workshop teilten Ihre Erfahrungen und Herausforderungen im Umgang mit ihren Auszubildenden mit. Gemeinsam mit den beiden Moderatorinnen wurden mögliche Lösungsansätze erarbeitet.

WS 2: Grundbildungsdefiziten in der Ausbildung digital begegnen – Arbeitsplatzbezogene Förderung mit „eVideo“

Frau Johanna Lambertz, ARBEIT UND LEBEN e.V. stellte das „eVideo“ vor. Lernschwierigkeiten in der Ausbildung liegen nicht selten im Bereich fehlender Grundbildung und zeigen zusammen mit wiederholten Misserfolgen unerwünschte Nebenwirkungen im Verhalten der Auszubildenden (z. B. Demotivation, Aufsässigkeit, Verweigerung). Mit ihrem Verhalten versuchen Jugendliche zu überspielen, dass sie Ausbildungsinhalte nicht verstehen, Aufgaben nur teilweise lösen und Berichtshefte nicht fehlerfrei führen können. Im schlimmsten Fall brechen sie ihre Ausbildung ab. Es braucht viel Zeit und Aufwand, um diese Jugendlichen auf ein Niveau zu bekommen, mit dem sie ihren Facharbeiterabschluss erreichen.

Unterstützung hierbei bietet das arbeitsplatzbezogene digitale Lerninstrument „eVideo“. Im Workshop lernten die Teilnehmer/innen dessen methodisch-didaktische Einsatzmöglichkeiten in der Ausbildung kennen. Das kostenfreie Tool steht aktuell für die Branchen Logistik, Gastronomie und Gebäudedienstleistung zur Verfügung.

WS 3: Jugendliche mit Migrationshintergrund in dualer Ausbildung – Herausforderungen

Herr Ronny Kryk, Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e. V. und Fabian Mußél, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., führten die Teilnehmer/innen durch den Workshop. Jugendliche mit Migrationshintergrund oder auch junge Geflüchtete stellen in einer Ausbildung an Ausbilder/innen und Personalverantwortlichen besondere Herausforderungen dar. Aber diese Zielgruppe kann eine mögliche Perspektive zur Fachkräftesicherung darstellen. Wie reagieren aber Mitarbeiter auf diese Jugendlichen? Wie kommt der junge Mensch mit der Sprache zurecht? – Fragen, die sie erst beantworten können, wenn Unternehmer/innen einem dieser Jugendlichen eine Chance geben. Aber es gibt auch rechtliche Hürden zu meistern.

Diese Fragen wurden mit den Teilnehmer/innen erörtert. Durch die Projekte „KAUSA Servicestelle Sachsen-Anhalt Nord“ des Ausbildungsverbundes und „Interkulturelle Orientierung / Öffnung, Antidiskriminierung und Diversity“ der Auslandsgesellschaft (Teilprojekt des IQ-Netzwerks Sachsen-Anhalt) konnten Unterstützungsangebote und Lösungsansätze aufgezeigt werden.

Hier war kreative Arbeit angesagt. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Von allen Anwesenden gab es zu den Ergebnissen der Workshops positives Feedback. Das Ausbilderforum war eine präzise und ergebnisorientierte Veranstaltung, die im Herbst 2017 in die 2. Runde geht.

Quelle: Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt

Die KAUSA Servicestelle Sachsen-Anhalt Nord ist seit Mai 2016 tätig.

In unserer Arbeit haben wir festgestellt, wie wichtig eine gute berufliche Orientierung für Migranten und junge Geflüchtete ist. Einmal um Berufe kennen zu lernen aber auch, um die Wertschätzung von Facharbeiterausbildungen in Deutschland zu verstehen.

Ein erfolgreiches Instrument hierbei ist die Berufsorientierungsbustour. Diese führen wir regelmäßig mit Partnern durch. Die Jugendlichen erfahren im Vorfeld, um welchen Beruf es sich handelt und welche Anforderungen erfüllt werden müssen, um diesen Beruf zu erlernen. Sie erhalten vorher schon einige Informationen zu dem Betrieb.

Am 20.04.2017 war für die Jugendlichen ein besonderer Tag. Sie nahmen an der Bustour zur Sternauto GmbH Magdeburg teil. Dort informierten sie sich u. a. über den Beruf des KfZ-Mechatronikers. Dies geschah im Rahmen der Frühlingsreise der Bundesbildungsministerin Frau Prof. Dr. Wanka.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt Frau Wanka kam mit den jungen Geflüchteten gern ins Gespräch - Quelle: Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt Quelle: HWK Magdeburg - vordere Reihe v.l.n.r (C. Hoffmann (Ausbilder der Sternauto GmbH, Adnan Al Masalma, Said Albish, Aabed Bahro)

Neue Kooperationspartner im Projekt KAUSA

Ab August stehen dem KAUSA-Team die ehrenamtlichen Mentoren und Mentorinnen des Senior Experten Service (SES) zur Seite. Die KAUSA Senior Experten sind für die jungen Geflüchteten aufgrund ihrer langjährigen Erfahrungen die idealen Begleiter auf dem Weg in eine duale Ausbildung.

Vor wenigen Tagen erschien hierzu eine Pressemitteilung beim Bundesministerium für Bildung und Forschung, welche weitere Informationen zusammenfasst:
https://www.bmbf.de/de/ehrenamtliche-begleiten-junge-fluechtlinge-in-ausbildung-3212.html

KAUSA-Servicestelle Sachsen-Anhalt Nord

Die "KAUSA-Servicestelle Sachsen-Anhalt Nord“ ist Ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um das Thema Ausbildung von Migranten/innen und Geflüchteten oder für die Ausbildung in migrantengeführten Unternehmen. Um eine gute betriebliche Ausbildung zu fördern, berät das KAUSA-Team zu Ausbildung und Studium, klärt die Anerkennung von Schul- und weiteren abschlüssen.

"مركز خدمة KAUSA ساكسونيا أنهالت الشمالية" هو الاتصال الخاصة بك لجميع الأسئلة حول هذا الموضوع في الدورات التدريبية للمهاجرين / داخليا والهاربين أو للتدريب في الشركات التي تديرها المهاجرين. لتعزيز التدريب وظيفة جيدة، وفريق KAUSA ينصح للتدريب والدراسة، ويوضح الاعتراف بالمؤهلات التعليمية وغيرها.

The "KAUSA service center Saxony-Anhalt North" is your contact for all questions around the topic in trainings for migrants / internally and fugitives or for training in migrant-run companies. To promote a good job training, the KAUSA team advises to train and study, clarifies the recognition of educational and other qualifications.

Bei Fragen steht Ihnen das Team der KAUSA-Servicestelle gern zur Verfügung.
Frau Will
Phone: 0391/186 13-42
Email: will@abv-magdeburg.de

KreSI-Artikel im Infobrief des BVMW - So klappt Lehrlingsausbildung besser

Hinter der Abkürzung KreSI verbirgt sich ein Projekt, das jungen Leuten seit gut einem Jahr beim Start ins Berufsleben helfen soll. Mit einem breiten Angebot können sie auf in kleinen und mittlere Unternehmen in den Regionen Magdeburg und der Börde Fuß fassen. Klaus-Peter Voigt sprach dazu mit Sabine Will, die beim Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg (ABV) das Projekt „Koordinierung regionaler Strukturen zur Integration von Jugendlichen in betriebliche Ausbildung“ mit begleitet.

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